STERN 24.08.08: Vattenfall und die Revolution in Moorburg


Eigentlich hatten die Teilnehmer des ersten bundesweiten "Klimacamps" in Hamburg die Umwelt retten und Vattenfall enteignen wollen. Doch die Besetzung der Kraftwerksbaustelle Moorburg musste am Samstag schon nach zwei Stunden aufgegeben werden.



Rot geklinkerte Häuser, Sonnenblumen und Stockrosen vor den Fenstern. Dazwischen die schmale Dorfstraße. Tempo 30 fordert ein Schild und warnt vor spielenden Kindern. Doch die Schaukeln in den Gärten sind leer. Es regnet seit Stunden. Rechts geht es zur Kirche, links zu "Rolis Laden" und geradeaus zur großen Baustelle, auf der Vattenfall für rund zwei Milliarden Euro ein Steinkohlekraftwerk bauen möchte. Hier wollen sie hin, die Umweltaktivisten, für die Mareike und Katrin unter einem kleinen Zeltdach an der Straße Waffeln backen. Eine Großfamilie mit Trompeten und Gitarre, Oma, Opa und einer Handvoll Kinder zieht musizierend an den Waffelbäckerinnen vorbei. Und an zwei Dixi-Klos, auf denen steht: Pinkeln für Polizisten verboten. Die Musikanten sind die Vorhut der Revolution. Moorburg am 23. August. Der Tag, an dem Vattenfall enteignet werden soll.  ... [Zum Artikel]

 
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