Idee

Motivation

Wir als Aktive- nicht nur aus der Umweltbewegung - sind der festen Überzeugung, dass der derzeitige offizielle Klimadiskurs, der sich größtenteils in blauäugigen technischen Scheinlösungen und halbherzigen, bisweilen verlogenen Appellen zu privater CO2- Einsparung erschöpft, keine ausreichende Wirksamkeit entfaltet.

Uns geht es um eine grundlegende, politische Neudefinition von ökologisch und sozial nachhaltiger Politik.

Unsere Antworten werden sich nicht nur auf Ökologie beschränken, sondern Fragen der sozialen und globalen Dimension bis hin zur Infragestellung kapitalistischer Wachstumsorientierung auf die Tagesordnung setzten.

Eine linke Position im Klimadiskurs zu entwickeln und sichtbar zu machen, sowie vor allem hieraus entsprechenden Widerstand zu entwickeln ist Ziel des Klimacamps. Vorbild sind die bisherigen erfolgreichen und weit beachteten Klimacamps in Großbritannien.

Zugleich wollen wir an die Erfahrungen der Mobilisierung gegen den G8-Gipfel im vergangenen Jahr anknüpfen.

 

Warum wir unsere Zelte in Hamburg aufschlagen

Von einem Klimacamp in Hamburg versprechen wir uns eine Katalysatorwirkung auf die aktuellen verkehrs- und umweltpolitischen Auseinandersetzungen (Moorburg, Elbe, Hafen, HVV,…).

Als internationales Logistikdrehkreuz bietet Hamburg viele Aktionsziele: den (Kohle-)Hafen, verschiedene Agrokraftstoff- Unternehmen und Firmen, die im Handelsgeschäft mit CO2-Zertifikaten engagiert sind.

Vattenfall kontrolliert die Stromversorgung Hamburgs und zu den AKWs und Kohlekraftwerken in Krümmel, Brokdorf, Stade und Brunsbüttel ist es nicht weit. Insbesondere die Kraftwerksbaustelle in Hamburg-Moorburg wird im Zentrum unseres Interesses stehen, da hier mehrere ökologische und soziale Fragestellungen zusammentreffen: Warum entsteht das Kraftwerk in einem der sozial schwächsten Stadtteile? Wo und unter welchen Arbeitsbedingungen wird die Kohle abgebaut, die hier verheizt werden soll? Ist es gerecht, wenn dieses Kraftwerk so viel CO2 produziert, wie der ganze Staat Bolivien?

Das Klimacamp soll räumlich und zeitlich mit dem Antirassistischen Camp in Hamburg verknüpft werden. Dadurch erhoffen wir uns eine gegenseitige Befruchtung der Auseinandersetzungen um Klimawandel, ungerechten Welthandel und Migration.

 


 

 
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